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Die Geschichte der Bläser

Die Geschichte des Bläserkorps des SJK

1954 wurde erstmals ein hessischer Bläserwettbewerb ausgetragen, Veranstaltungsort waren die bürgerlichen Schießstände. Wegen angeblicher Beschwerde von Gästen wegen des Lärmes hatte den Bläsern im Frühjahr 1955 der Wirt der Gaststätte die Benutzung seines Lokales zu Übungszwecken verboten. Neues Bläserlokal wurde die Gaststätte Oberschweinstiege, dessen Wirt Herr Renner ebenfalls Jäger war. Die damals recht harmonische Bläsergruppe wurde durch das Ansinnen des 1. Vorsitzenden des 1. Frankfurter Jagdklubs Herrn Blodig gesprengt. Er verlangte, dass zum anstehenden Bläserwettbewerb 1957, der in Kranichstein statt fand, die Bläsergruppe als Bläser des 1. Frankfurter Jagdklubs aufzutreten hätten. Die Bläser unseres Klubs, auch anderer Vereine wehrten sich dagegen. Seit dieser Zeit hat praktisch jeder Frankfurter Jagdverein seine eigene Bläsergruppe. In dieser Zeit entwickelte sich eine zunehmende Rivalität zwischen den Frankfurter Jagdkubs, die erst mit Gründung der Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Jagdvereine allmählich abnahm.

Die Leitung der Bläser übernahm Willi Sippelius, der kurz zuvor zu den Bläsern gestoßen war. Die Zahl der Bläser in der Gruppe stieg kontinuierlich. Wir vom Sachsenhäuser Jagdklub übten dann in unserem Vereinslokal Tivoli, wo auch nach der Trennung des Jungjägerkurses die Ausbildung statt- fand. Vorsitzender wurde damals Herr Jerono, abgelöst kurzeitig von Herrn Buss, bis dann Herr Dr. Muno Vorsitzender wurde, diese Chronologie ist in den Klubarchiven zu finden, ebenso die jeweiligen Mitglieder des Vorstandes.

Bald wurde uns aber auch das Tivoli als Bläserdomizil gekündigt. Notgedrungen übten wir in einer Gartenhütte am Unteren Zwerchweg, zur Verfügung gestellt von dem Klubmitglied Herrn Hoffmann. Als wir feststellten, ohne professionellen Ausbilder uns nicht weiter zu entwickeln, wurde durch Vermittlung Herr Bugenhagen als Ausbilder engagiert, er war ehemals Bläser des Frankfurter Polizeiorchesters. In dieser Zeit nahm das Bläserkorps regelmäßig an den hessischen Bläserwettbewerben teil und errang zum Teil beachtliche Erfolge, u. a. wurde die goldene Hornfesselspange erreicht. Auch wurde 1965 auf Vermittlung durch Rudi Feldner eine Fahrt an den Dachstein nach Filzmoos unternommen, die Bläser untermalten dort eine Hubertusmesse im Freien.

 

Der Bläsercors des SJK 1967

Das Korps im Hof von Kranichstein 1967, von links nach rechts:
Schwab, Bergmann, Kleespieß, Flach, Bugenhagen, Raab, Simon, Sippelius, Rode, Hartmann, Littlepage, Perthen


Nach der Übergangszeit in der Gartenhütte wurde durch die Vermittlung unseres Vorsitzenden Dr. Muno als Mitglied des deutschen Teckelklubs dessen Vereinsheim in Schwanheim unser Domizil, ebenso wurden dort die Klubabende veranstaltet. Später wurden noch verschiedene Bläserausbilder engagiert, zu nennen Herrn Eichholz, der einige Jahre versuchte, der Truppe notengerechtes Blasen beizubringen. Nachdem dort einige Jahre später die Bewirtschaftung geändert wurde, mussten wir wieder das Lokal wechseln, zunächst zur Rudergesellschaft Germania, zur Schlachthofgaststätte und in den Saal des Altenheimes an der Mörfelderlandstraße. Inzwischen war Willi Sippelius Vorsitzen- der, nach vielen Jahren kurzzeitig von Herrn Moschner ersetzt, ehe dieser nach nur 6 Monaten zurück trat und dessen Stellvertreter Gerd Becker Vorsitzender wurde, nach 6 Jahren abgelöst durch Eduard Borck, dann Günter Heyne und Rudi Zech.

Die Bläser zogen nach Bonames um, Herr Kruck, zeitweilig 2. Vorsitzender und Jungjägerobmann, hatte auf seinem Firmengelände uns eine Bleibe zur Verfügung gestellt, dorthin siedelte auch der Jungjägerkurs um. Die Bläser übten später in verschiedenen Vereinsheimen am Mainwasen.

Das Bläserkorps war und ist bis heute wohl die aktivste Gruppe im Klub, sie gestaltet die Klubabende, bläst zu Jubiläen, Bestattungen und vielen sonstigen Anlässen, dazu jetzt schon jahrelang das Turmblasen am Neujahrstag.

Zu erwähnen die Klubmitglieder, die als Bläserobleute das Korps zusammenhielten, angefangen von Otto Buss, Willi Sippelius, Wolfgang Hartmann, Helmut Mittmann, Helmut Nickelsen, Hans Wink (bis 2015), Walter Freyeisen (2015 bis 2018) und seit 2018 David Hänsel.

Unter der Leitung des aktuellen Bläserobmanns soll der SJK nach langer Pause, zuletzt waren wir 1991 in Kranichstein, wieder an dem Landeswettbewerb, im Garten von Jagdschloss Kranichstein,  teilnehmen.