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Naturschutz

Jagd und Naturschutz

Die moderne Jagd dient nicht nur der Gewinnung eines hochwertigen Lebensmittels.

Eine sachgerecht durchgeführte Jagd wird auch von der IUCN als nachhaltige Nutzung von biologischen Ressourcen anerkannt.

Es gibt rund 370.000 Jagdscheininhaber in Deutschland. Ein großer Teil von ihnen engagiert sich mit viel Herzblut und ehrenamtlichen Stunden für die Natur.

Jagd bedeutet nicht sich einmal die Woche für ein paar Stunden auf den Hochsitz zu setzten und seiner Beute nachzustellen. Jagd bedeutet viel mehr. Mit ihr ist auch gesetzlich die Hege, also die Pflege und Verbesserung des Lebensraumes verbunden.

Die moderne Landwirtschaft lässt immer weniger geeignete Biotope, gerade für empfindliche Arten wie z.B. dem Rebhuhn zu.

In den letzten Jahrzehnten ist auch bei den Wildtieren eine Tendenz zur Flucht in die Städte erkennbar. So ist die Populationsdichte der Füchse in der Stadt um ein vielfaches höher als auf dem Land. Auch Wildschweine, Marder und viele Vogelarten wie Amsel und Wanderfalke zieht es in die Stadt. In Berlin gibt es Biber am Bundestag und auf der Frankfurter Zeil jagt der Uhu.

 

Falke

 

Das Umland wird durch seine monotone Agrarlandschaft immer lebensfeindlicher für Wildtiere, da hier z.B. die Nahrung und Deckung fehlt.

So legen Jäger jedes Jahr Tausende von Feldholzinseln als Deckung und Äsung für das Niederwild an. Die Hecken dienen vielen Arten auch als Trittsteine zu anderen Biotopen.

Jäger legen kleine Gewässer im Revier an, säen wichtige Blühstreifen aus, hängen Nistkästen auf, ca. 270.000 im Jahr.

Ca, 20.000 Äsungsflächen werden im Jahr durch Jäger gesät und gepflegt.

Durch diese Maßnahmen profitieren natürlich nicht nur die Zieltierarten, sondern auch alle anderen im Lebensraum vorkommenden Arten, wie Bienen und viele andere Insekten, Singvögel, Kleinsäuger...

Jäger führen zudem ein flächendeckendes Wildtiermonitoring von ausgewählten Arten durch. So werden in vielen Revieren zweimal im Jahr z.B. die Feldhasenbestände erfasst. So kann man sehen wie sich die Bestände der Art entwickeln und gezielt Maßnahmen treffen.

Jäger initiieren auch Schutz- und Wiederansiedlungsprojekte. In der Rhön z.B. für das Birkwild, aber auch für Auerwild, Rebhuhn, Großtrappe oder Fischotter.

Der deutsche Jagdverband hat 1991 den „Lernort Natur“ ins Leben gerufen. Hier vermitteln pädagogisch geschulte Waidfrauen und – Männer ihr umfangreiches Wissen an Schüler, Lehrer und Interessierte weiter.

Außerdem werden durch die gesetzlichen Jagdabgaben Lebensraumverbesserungen und Schutzprojekte gefördert.

Der Beitrag der hessischen Jäger zum Schutze der Natur wurde im Jahr 1979 durch Anerkennung des Landesjagdverband Hessen als anerkannter Naturschutzverband nach § 29 Bundesnaturschutz-Gesetz durch die hessische Landesregierung besonders gewürdigt.

Dadurch hat der LJV als "Träger öffentlicher Belange" mitwirkende Funktion bei allen in Hessen anstehehnden genehmigungspflichttigen Planungsverfahren bei Eingriffen in Natur und Landschaft.